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geboren am 03.10.2014

Hier nun wie versprochen der ausführliche Geburtsbericht von unserem D-Wurf.

Der erste Bub kam mit einem Gewicht von 608 gr. zur Welt, bzw. wollte auf die Welt kommen, der Kopf schaute raus - falsche Lage... ein Sterngucker - der Körper hing fest. Auch nach 2 oder 3 weiteren Presswehen bewegte sich da nix... Barika hat geschrien wie am Spieß. Mir blieb nichts anderes übrig als zu helfen und so zog ich mit 2 Finger bei der nächsten Presswehe den Bub raus. Barika schrie noch mehr und verließ fluchtartig die Wurfkiste ohne sich zu kümmern.

Von dem Moment an war für Barika unser gesamtes Wohnzimmer zur Wurfkiste geworden. Egal, Fliesen kann man putzen auch wenn es bei uns zwischenzeitlich ausgesehen hat wie beim Metzger. Barika verlor nämlich Blut - frisches Blut - und das nicht wenig. Gott sei Dank beruhigte sich die Blutung wieder. Standleitung mit der Tierärztin hatten wir da bereits schon....Der zweite Welpe kam und war noch schwerer als der erste... Gott sei Dank in richtiger Lage, allerdings schrie Barika auch hier wieder und verließ sofort die Wurfkiste wieder. Oh Mann, ich war schweißgebadet.

Bei Welpe Nr. 3 hat sie nur kurz gequiekt und zum ersten mal nicht die Wurfkiste verlassen. Dieses Mädel wurde selbständig von ihr abgenabelt und beleckt. Nur als die junge Dame sich auf machte und in Richtung Milchbar wollte stand Barika wieder auf und lief davon. Man konnte genau sehen, dass sie wohl Angst davor hat das dieser Welpe ihr da "hinten" wieder weh tun wollte.

Bei Welpe 4 und 5 war es ähnlich, obwohl es bei jedem Welpen etwas besser wurde.

Die letzte Hündin durfte dann als einzige ganz kurz für 2 oder 3 Minuten an die Milchbar... Wir hätten noch so 5 - 6 Welpen gebrauchen können um das Problem zu lösen, aber nach Nr. 6 war Schluß.

Barika war fertig.... das zeigte sich an ihrem Verhalten. Sie verließ die Wurfkiste und das war es in ihren Augen. Der Korb mit den Welpen stand dort, als wenn ich meine Einkäufe noch nicht ausgeräumt hätte. Ich wollte Barika erst zur Ruhe kommen lassen. Die Welpen wurden nun aber langsam unruhig.... Also dachte ich mir, ich zeige ihr mal einen Welpen und dann wird das schon. Da sollte ich mich täuschen. Sie sah den Welpen in meiner Hand und brummte. Kein wirkliches knurren.... aber ein brummen. Ich war verunsichert. Die Tierärztin kam um nach Barika und den Welpen zu sehen. Mit ihr hatte ich ja mehrfach telefoniert und sie wusste von der Situation. Im Gepäck hatte sie einen Nylonmaulkorb für Barika, denn die Welpen brauchten dringend die wertvolle erste Milch. Ich weiß nicht ob sie den Welpen was getan hätte, aber viel Spielraum für Experimente hatte ich nicht und die Sicherheit der Welpen ging vor.

Barika musste sich außerhalb der Wurfkiste auf eine Decke legen und wir haben die Welpen angelegt zum trinken. Barika fand die Situation nicht toll, wir fanden sie nicht toll, aber es mußte sein.Nun mussten wir also alle 2 - 3 Stunden die Welpen an Barikas Milchbar bringen... das machten wir auch und mit jedem mal entspannte sich die Situation ein wenig mehr.

Fenya war uns eine große Hilfe. Sie war eigentlich seit ein paar Tagen in der unteren Etage bei Dietmars Eltern untergebracht. Jetzt holten wir sie aber hoch um notfalls Plan B zu haben. Sie hörte die Welpen quieken und wollte sofort zu ihnen. Sie freute sich und quiekte mit. Barika gefiel das überhaupt nicht und wies Fenya massiv in die Schranken. Nein, es ist nichts passiert... wir hatten eine Absperrung zwischen den beiden Hündinnen. :-) Zum ersten mal interessierte sie sich für die quiekenden Welpen.

Zur nächtlichen Fütterung um 01.00 Uhr habe ich zum ersten mal den Maulkorb abgenommen und Barika pflegte ihre Kinder zum ersten mal richtig liebevoll. (Vorher ging ja nicht wirklich durch das Nylonding)

Zur Fütterung um 04.00 Uhr war kein Nylonmaulkorb mehr nötig. Sie war entspannt und ging liebevoll mit den Welpen um. Wäre ich nicht so müde gewesen hätte ich Barika und die Welpen in der Situation zusammen in der Wurfkiste gelassen. Wir entschieden uns jedoch die Welpen noch ein letzte mal in den Korb zu packen und wieder ins Badezimmer zu bringen, denn dort war es schön warm. Dauerhaft wollten wir die Welpen dann am nächsten Morgen bei Barika lassen wenn wir ein Auge drauf halten können.

Gegen 07.00 Uhr wollten wir die Welpen wieder anlegen und diese aus dem Bad holen, die Badezimmertüre stand einen Spalt offen, es waren nur noch 5 Welpen im Korb. Mein Herz ist in die Hose gerutscht... wo war Welpe Nr. 6 ??? Die kleine Darika lag zufrieden bei ihrer Mama in der Wurfkiste und nuckelte an der Milchbar. Barika lag ganz entspannt und strahlte uns an. Was war passiert? Barika hat sich, während ich im Wohnzimmer auf der Couch tief und fest geschlagen habe, die Badezimmertüre geöffnet und sich einen Welpen geholt.

Wir gaben ihr die restlichen 5 Welpen und seit dem Moment läuft alles bei uns super und so wie es sein soll.

Diese Bilder sind aktuell von heute morgen. Jetzt ist die Welt in Ordnung und Barika pflegt ihre Welpen sehr liebevoll und mag die Wurfkiste gar nicht mehr verlassen.

Besonders bedanken möchte ich mich bei meiner Zuchtwartin Claudia Eser für die telefonische Unterstützung. Ebenso bei Anke, Micha, Thomas und Helga, alles erfahrene Züchter die mir wertvolle Tipps und Ratschläge geben konnten.
Bei meiner Tierärztin Fr. Nadine Ziegler die immer für uns da war und ist.

Natürlich danken wir auch unserem tollen Deckrüden Luke für diese muntere Bande und der Deckrüdenbesitzerin für ihr Interesse an den Welpen und an uns.